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Kambodscha – 5 Sterne Tempelhopping in Siem Reap

Unsere Reise startete in Bangkok und führte uns mit dem Auto nach Siem Reap in Kambodscha. Kambodscha, das einstige Khmer-Reich, erstreckte sich von Thailand bis nach Vietnam. Die Vielfalt und Schönheit, die uns hier erwartete, hat uns positiv überrascht. Vor etwa tausend Jahren war Siem Reap das Zentrum des Khmer-Reichs, bekannt als Angkor. Hier gibt es dutzende alter Tempel zu entdecken, die teilweise vom Dschungel überwuchert sind. Leider ist von der einstigen Millionenstadt, die hauptsächlich aus Holz erbaut wurde, nur wenig erhalten geblieben.

Die Geschichte des Khmer-Reichs

Angkor, damals mit einer Million Einwohnern, galt vor der industriellen Revolution als eine der größten Städte. Ingenieure schufen hier riesige Barays, um Regenwasser für die Trockenzeit zu speichern, was den Anbau von Reis ermöglichte. Doch die Innovation wurde zum Opfer ihrer eigenen Konsequenzen. Es wird angenommen, dass während einer längeren Dürreperiode zu wenig Wasser gespeichert werden konnte, die Nahrung knapp wurde und die Bevölkerung sich nicht mehr gegen Thais und Vietnamesen verteidigen konnte.

Für jeden König wurden eigene Tempel errichtet, was zu der beeindruckenden Anzahl von Tempeln führte, die im Durchschnitt zwischen 30 und 37 Jahren Bauzeit hatten. Die älteren Tempel sind hinduistisch, und erst mit König Jayavarman VII. wurde der Buddhismus eingeführt. Dies führte im Laufe der Zeit zu Konflikten zwischen Hinduismus und Buddhismus, bei denen in den Tempeln die Buddhas von den Hinduisten zerstört wurden.

Zerstörte Buddhas

Transfer von Bangkok nach Siem Reap

Am Morgen wurden wir im Hotel abgeholt, um zur Grenze zu fahren. Der Fahrer war bereits da, aber wir mussten noch 10 Minuten auf den Guide warten. Dieser erklärte uns lediglich, dass die Fahrt zur Grenze vier Stunden dauern würde, bevor er sich wieder dem Fahrer zuwandte. An der Grenze wurden wir ausgeladen, und ein Herr nahm unser Gepäck entgegen, führte uns zum Einwanderungsbüro, lief jedoch mit unseren Koffern an einen anderen Ort. Für 10 Dollar hätten wir uns die Warteschlange ersparen können – ein erstes Beispiel der Korruption. Die Warteschlange war kurz, und unser neuer Guide erwartete uns direkt nach der Grenze. Glücklicherweise war auch unser Gepäck bereits da. Nun ging es mit unserem 5-Sterne-Auto, Fahrer und Guide Vannak nach Siem Reap, inklusive Trinkwasser und kaltem Handtuch beim Einsteigen. Nach einer kurzen Pause erkundeten wir das Stadtzentrum, genossen das Abendessen und Getränke. Das Bier kostete umgerechnet 44 Rappen, und das Abendessen mit Getränken kam auf 13 Dollar. Die Stadt überraschte uns positiv: sauber, nicht überlaufen und voller Charme. Entlang des Flusses waren Bäume und Brücken beleuchtet, und entlang der Straße gab es viele Hawker-Stände.

Grenze Kambodscha
5-Sterne Auto
Siem Reap Stadtzentrum

Te Prohm – Der Muttertempel

Um 7:30 Uhr wurden wir am Hotel abgeholt, um die beiden bekanntesten Tempel zu besichtigen: Te Prohm (der Tomb Raider-Tempel) und Angkor Wat. Te Prohm ist bekannt für die riesigen Bäume, die ihn umschlingen. Das morgendliche Licht bot atemberaubende Eindrücke, und es waren kaum Menschen da – wir waren begeistert. Der Tempel wurde weltbekannt als Drehort für den Film Tomb Raider mit Angelina Jolie.

Te Prohm Tempel
Te Prohm Tempel
Te Prohm Tempel

Angkor Wat

Als nächstes fuhren wir zum Angkor Wat, wo wir in die entgegengesetzte Richtung gingen, um den Touristenmassen zu entkommen. So hatten wir optimale Bedingungen für einige Schnappschüsse. Angkor Wat ist der grösste Tempel, und seine Errichtung mit den fünf Türmen dauerte 37 Jahre. Ursprünglich war der Tempel dem Hindu-Gott Vishnu gewidmet, später wurde er zur buddhistischen Stätte umgewidmet. Der gesamte Tempel ist begehbar, man kann bis in den dritten Stock hinaufsteigen und den Blick auf den Dschungel geniessen. Im ersten Stock gibt es eine Galerie mit Reliefs über den Kampf der Dämonen gegen die Affen. Diese kleinen Details und die gesamte Khmer-Architektur sind atemberaubend.

Angkor Wat
Relief im ersten Stock, Kampf der Dämonen gegnerischstem Affen
Blick vom 3. Stock

Bayon-Tempel

Dieser Tempel ist für seine Gesichter bekannt. Auf jedem Turm gibt es in jede Himmelsrichtung ein Gesicht. Der Tempel wurde vom König Jayavarman VII. im späten 12. Jahrhundert erbaut und ist hauptsächlich buddhistisch. Er repräsentiert den Übergang vom Hinduismus zum Buddhismus.

Bayon Tempel
Apsara Tänzerinnen, Baron Tempel

Banteay Srei

Am zweiten Tag unserer Tour besuchten wir das Highlight, den Banteay Srei Tempel. Ein kleiner Tempel, von den Gelehrten des Königs – Brahmanen – erbaut. Dieser Tempel weist sehr tiefe Reliefs auf und gibt somit viele Details preis.

Banteay Srei

Preah Khan

Dieser Tempel ist dem Vater von Jayavarman VII. gewidmet und beeindruckt mit seinen vielen Toren, Hallen und Säulengängen. Der Tempel vereint hinduistische und buddhistische Einflüsse. Es gibt viele in Stein gemeisselte Brahmanen und Apsara-Tänzerinnen.

Brahmanen am Preah Khan Tempel

Tonle Sap See und schwimmendes Dorf

Am letzten Tag unserer Reise standen keine Tempel mehr auf dem Programm. Wir fuhren Richtung Hauptstadt Phnom Penh und bogen dann zum riesigen Tonle Sap See ab. Der See hat in der Trockenzeit eine Größe von 2.700 Quadratkilometern, fast die dreifache Grösse des Vierwaldstättersees. In der Regenzeit drückt der Mekong Süsswasser vom Süden in den See, der sich dann auf 16.000 Quadratkilometer ausdehnt. Der See ist eine wichtige Nahrungsquelle für Kambodscha und reich an Fischen. Rund um den See befinden sich Fischerdörfer oder sogenannte schwimmende Dörfer. Die Häuser stehen alle auf Metern hohen Stelzen, da sich das Wasser während der Regenzeit um mehrere Meter auftürmt. Mit dem Boot fuhren wir am Fluss entlang und konnten einen Spaziergang durch das Dorf machen. Schulkinder rannten auf uns zu, machten Pause und versorgten sich bei Strassenverkäufern mit Eis und Kokosnussmilchbrot. Auf dem Rückweg mussten wir noch einen Boxenstopp mit Reifenwechsel einlegen. Ein Reifen erwischte ein Schraube, nach 20 Minuten konnte die Fahrt bereits wieder weitergehen.

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