Von Siem Reap aus setzten wir unsere Reise per Flugzeug fort und erreichten schliesslich Ho Chi Minh City. Der erste Tag führte uns von dort aus gen Süden, direkt ins faszinierende Mekong-Delta, bevor wir am zweiten Tag die pulsierende Stadt erkundeten. Von Ho Chi Minh ging die Reise weiter in das wundervolle Städtchen Hoi An.
Ho Chi Minh
Ho Chi Minh, auch als Saigon bekannt, repräsentiert die südliche Metropole Vietnams. In der Kolonialzeit, nach der Unterzeichnung des Treaty of Saigon im Jahr 1862, wurde die Stadt von Frankreich als gross angelegte Kolonialstadt konzipiert. Die Spuren dieser Ära sind in jeder Ecke der Stadt erkennbar, mit vielen Gebäuden im beeindruckenden Kolonialstil. Das Old French Quarter mit seiner Kirche, der alten Post und dem Rathaus im Kolonialbaustil ist besonders bekannt. Leider war die Kirche während unseres Besuchs von Gerüsten umgeben. Um das Jahr 1950 erlangte Vietnam seine Unabhängigkeit von Frankreich. Der Norden wurde von den Kommunisten “Viet Minh” geführt, während im Süden das Diemh-Regime in der Hauptstadt Saigon regierte.

In den darauf folgenden zehn Jahren erfuhr das Diemh-Regime im Süden Unterstützung von den USA und erlebte ein rasantes Wachstum. Das Regime war äusserst umstritten, was zu wiederholten Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppierungen führte. Der nahegelegene ehemalige Saigon Governor Palace wurde 1962 bei einem Angriff zerstört, jedoch blieb das Hauptziel, Präsident Ngho Dinh Diem, verschont. Er ordnete den Neubau des zerstörten Palastes an. Der heute begehbare Wiedervereinigungspalast ist ein moderner Bau und steht symbolisch für das Ende des Vietnamkrieges, als die Viet Cong mit ihren Panzern durch das Tor fuhren. Im Anschluss setzten wir unseren Weg zum Kriegsrestemuseum fort, wo wir vertiefende Einblicke in die Eskalation und den Verlauf des Vietnamkrieges erlangten. Eine beeindruckende Fotografie-Ausstellung und detaillierte Informationen zur Verwendung von Napalm ergänzten das Erlebnis. Diese intensiven Eindrücke liessen wir am Abend ruhen, während wir das farbenfrohe Lichtspektakel der Stadt genossen. In der Hoffnung, dass diese weltweiten Konflikte irgendwann der Vergangenheit angehören.


Mekong- Delta
Unser Guide holte uns am Hotel ab, und die Reise begann in Richtung Süden. Wie vom Guide angekündigt, sollte die Fahrt nach Bến Tre etwa eine Stunde dauern. Drei Stunden später kamen wir schliesslich an. Es stellte sich heraus, dass unser Guide nur begrenzte Englischkenntnisse hatte. Während der Fahrt erfuhren wir daher leider wenig über die Region, und auch während der Tour erhielten wir nur spärliche Informationen zu den Sehenswürdigkeiten. Die erste Station führte uns zu einer traditionellen Ziegelei, in der Ton aus dem Fluss gewonnen und in riesigen Öfen mit Reishüllen gebrannt wird. Anschließend setzten wir mit einem Boot zu einer Insel über. Nachdem unser Guide sich verlaufen hatte und telefonieren musste, erreichten wir schliesslich die Süssigkeitenfabrik mit einer skurrilen Tuktuk-Fahrt. Hier werden Kokosnuss-Bonbons auf traditionelle Weise hergestellt. Mit einem kleinen motorlosen Boot ging es weiter zum Restaurant, wo wir einen köstlichen frittierten Fisch genossen, bevor es per Boot nach My Tho und schliesslich zurück nach Ho-Chi-Minh-Stadt ging.




Hoi An
Von Ho Chi Minh aus setzten wir unsere Reise fort und erreichten schliesslich Hoi An. Diese Stadt war einst ein bedeutsames Handelszentrum zwischen Japan und China und ist heute als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Die Altstadt versprüht viel Charme mit ihren zweistöckigen gelben Häusern, die zahlreiche kleine Läden beherbergen. Hier findet man handgefertigte Lederwaren und andere Souvenirs. Auffallend ist, dass etwa jeder dritte Laden ein Schneidergeschäft ist, wo man sich massgeschneiderte Kleidung anfertigen lassen kann. Nach dem Sonnenuntergang hüllt sich das kleine Städtchen in ein zauberhaftes Ambiente, wenn die vielen leuchtenden Laternen die Strassen und den Fluss erhellen. Wir genossen diese tolle Atmosphäre bei ein paar Drinks und köstlichem lokalem Essen inklusive Food-Tour (Content folgt..). Von Hoi An aus führte uns ein Ausflug zur Tempelanlage My Son, einem alten hinduistischen Tempel, der jedoch durch Erosion und Bombeneinschläge während des Krieges teilweise schlecht erhalten ist.



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