Neben den atemberaubenden Natur hat uns die Südinsel Neuseeland um weitere kulinarische Erlebnisse bereichert. Angefangen bei den Langusten Kaikoura’s über die Diversität von Christchurch bis zum berühmten Fergburger von Queenstown zeigen wir euch unsere Highlights.
Langusten aus Kaikoura
Unsere kulinarische Reise begann in Kaikoura, einem Küstenort, der für seine frischen Meeresfrüchte und vor allem ihre Langusten, oder hier Crayfisch, bekannt ist. Wir erlebten einen wahrhaftigen Genussmoment mit den köstlichen Langusten, die frisch aus den Gewässern des Pazifiks gefangen wurden. Unser Host hat uns den Kaikoura Seafood BBQ empfohlen, ein kleiner Foodstand auf der Kaikoura-Peninsula. Aus einer mit Crayfisch gefüllten Styroporbox durften wir unseren noch frischen Favoriten auswählen. Dieser wurde dann direkt am Stand in zwei Hälften geteilt und auf dem Grill angebraten. Hier wurde der Crayfisch mit Salat und Reis serviert. Der Crayfisch war unglaublich zart und leicht süsslich.


Crayfisch @ Kaikoura Seafood BBQ, Kaikoura
Da uns dies so gefallen hat mussten wir einen weiteren Crayfisch-Stand ausprobieren. Weiter nördlich von Kaikoura befindet sich Nin’s Bin, einer der wohl bekanntesten Langusten-Foodstands. Das Prozedere war hier wieder genau gleich. Zuerst Languste auswählen und dann wird diese frisch zubereitet. Hier gab es jedoch kein zusätzlichen Reis und keinen Salat, dafür haben wir uns leckere Grünlippen-Muscheln bestellt.


Crayfisch @ Nin’s Bin, Kaikoura
Die erste Languste hat uns aufgrund ihrer Zartheit und ihres Geschmacks besser gefallen. Dies unterstreicht erneut, dass visuell ansprechende Speisen nicht zwangsläufig geschmacklich überzeugender und die Google-Rezensionen nicht immer verlässlich sind (4.1 vs 4.4).
Christchurch
Christchurch hat uns kulinarisch ziemlich überrascht. Die Stadt erholt sich immer noch von dem schweren Erdbeben im Jahr 2011. Da viele Stadtteile neu aufgebaut werden, ergeben sich neue Möglichkeiten für unterschiedliche Essens- Angebote. Man findet etliche Neubauten, die unzählige Restaurants und Take-Away Stände an einem Ort anbieten. Sei es für das “Znüni” zwischen 09:00 und 10:30- dieses nimmt man nicht im Büro zu sich sonder auswärts – oder tolle Snackangebote.


Da wir zwei Nächte in Christchurch waren, hatten wir die Möglichkeit gut Essen zu gehen. Wir haben auf etlichen Listen gestöbert, um die besten Optionen herauszupicken. Mit dem Inati, das hoch gelobt wurde, hatten wir eher einen “Fehlgriff” gehabt. Das Essen war super zubereitet, wir konnten den Köchen beim Anrichten von der gedeckten Theke aus zusehen und die mehreren Gänge waren auch wirklich lecker. Aber irgendwie hat für uns das gewisse Etwas gefehlt.

Dieses gewisse Etwas haben wir dann im “Gatherings” gefunden. Das Lokal bietet Platz für maximal 20 Personen und ist so unscheinbar, dass man glatt daran vorbeiläuft. Wir hatten wunderbare Empfehlungen für Wein und ein grandioses Menü. Zusätzlich haben wir wohl unser Lieblings Weingut gefunden – Bryterlater. Für Stefanie war dies das beste Restaurant in Neuseeland, und sollten wir irgendwann mal wieder hinfliegen, wäre dies sicher einen erneuten Stop wert.



Dunedin
In Dunedin war direkt nach Weihnachten nicht viel los. Dementsprechend waren mögliche Restaurants, welche wir gerne besuchen wollten, geschlossen. In solchen Situationen bedarf es etwas Zeit und eine gute “Google-Fähigkeit”. Wir hatten dann zufällig eine Bier-Brauerei entdeckt, welche an einem Abend noch Holzofen-Pizza anbot. Da dies manchmal auch auf längeren Reisen vermisst wird, haben wir uns genüsslich Pizza und Bier gegönnt.

Zum Abschluss in dieser Stadt sind wir noch fündig geworden und konnten ein schönes Znacht im Balmac No.7 verbringen. Hier wird hauptsächlich Fleisch vom Grill serviert- den Geruch von Holzkohle hat man auf dem ganzen Hügel um das Restaurant herum gerochen.


Balmac No.7, Dunedin
Kiwi- Burger
Normalerweise gehen wir nie in Fast-Food-Ketten, aber wenn es etwas Spezielles auszuprobieren gibt, kommt es ab und zu mal vor. In gewissen Ländern gibt es nämlich bei McDonald’s spezifische Burger die nur in diesem Land angeboten werden. In Neuseeland gab es in den 90er Jahren den bekannten “Kiwi-Burger”. Diesen hat man letztes Jahr wieder auf den Markt gebracht. Dieser hat nebst dem klassischen Patty und Salat noch Rande und Ei drinnen. Die Kombination scheint eher unpassend, war aber gar nicht mal so schlecht.

Queenstown – Sherwood, Fergburger & Rata
Kurz vor Silvester sind wir in Queenstown angekommen. Das Abendessen haben wir schon weit im voraus im Sherwood reserviert, was auch unser Hotel war. Das Sherwood setzt auf Nachhaltigkeit. Der Hotelkomplex ist ein altes Motel, welches unter der Verwendung von Nachhaltigen Materialien renoviert wurden. Beispiele hierfür sind Wandverkleidungen aus klimaneutralem Kork, Teppichfliesen aus recycelten Fischernetzen, Möbel aus recyceltem Metall, Bodenbeläge für Küche und Badezimmer aus recycelten Autoreifen sowie Vorhänge aus wiederverwerteten Wolldecken der Armee. Auf dem Dach installierten bis zu dieser Zeit noch grösste private Solaranlage mit 248 Solarpanels. Das Restaurant verfügt über einen eigenen Garten und verwendet ebenfalls auch nur Lokale Produkte. 60 % von ihrem Wein wird sogar selber abgefüllt. So hatten wir in unserem Zimmer zwei unterschiedlich grosse Krüge, die wir mit Wein oder Bier befüllen hätten können. Das Abendessen hat uns sehr geschmeckt. Das Highlight waren die Karotten mit crunchy Karottengrün sowie das Holzofen geschmorte Lamm.


Sherwood, Queenstown
Im Städtchen sieht man überall Leute auf den Bänken sitzen und im Park Burger essen. Die Burger stammen allesamt aus dem legendären und weltbekannten Fergburger. Viele Leite sagen es sei der beste Burger den sie je hatten. Aufgrund dessen ist die Schlange aber auch ca. 20 Meter lang und das rund um die Uhr von 8:00 bis tief in die Nacht. Erstaunlicherweise konnten wir aber nach 15 Minuten warten unsere Bestellung aufgeben. Wir bekamen die Bestellnummer 207 und momentan gaben sie die Nummer 185 raus. Wir dachten das wird nun wohl dauern. Jedoch nach weiteren 15 Minuten konnten wir unsere Burger im kleinen Laden holen. Der Burger war mit viel Sorgfalt zusammengestellt und es war wirklich einer unseren besten Burger, die wir bis anhin hatten. Das beste war das frische Brötchen sowie die frischen verwendeten Zutaten und dies bei einer gewaltigen Geschwindigkeit. Innerhalb von 15 Minuten haben sie in einer ziemlich kleinen Küche unsere Burger sowie rund weitere 50 Burger gegrillt, zusammengestellt und verpackt. Alles lief wie am Schnürchen und jeder Handgriff hat gesessen. Alle 10 Minuten kam der Bäcker von der eignen Bäckerei eine Tür weiter und lieferte Brötchen nach. Beeindruckend!

Als Abschluss von Neuseeland gingen wir an unserem letzen Abend ins Rata. Über den Tag genossen wir eine weitere Weindegustation in der nahen gelegen Weinregion Central Otago, bekannt für ihre Pinot Noirs. Glücklicherweise gab es unser Favorit auch im Rata und konnten ihn neben einem wunderbaren Abendessen noch einmal geniessen.


Rata, Queenstown
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