Wir nähern uns dem Ende unserer faszinierenden Reise. In den vergangenen Tagen haben wir nach unserem Aufenthalt in Hue eine Bootstour durch die Ha-Long-Bucht unternommen, um schließlich unsere Reise in Hanoi ausklingen zu lassen.
Hue
Zwei Nächte verbrachten wir in Hue, bevor es mit dem Nachtzug weiter nach Hanoi und Ha Long ging. Hue, die ehemalige Kaiserstadt Vietnams, beeindruckt mit ihrer imposanten Zitadelle, die als bedeutendes historisches Denkmal und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes gilt. Die Zitadelle erstreckt sich über eine weite Fläche und ist von einer massiven Mauer umgeben. Einst der Sitz des Kaisers vor der Teilung Vietnams, beherbergt der innere Bereich der Zitadelle die “Verbotene Stadt”, in der der Kaiserpalast stand. Die jüngst renovierte Residenz erstrahlt in königlichem Glanz vergangener Zeiten. Umgeben von Tempeln, Palästen und Pavillons gibt es in Hue viel zu entdecken. Ein Besuch auf dem riesigen, alten Bauernmarkt, vorbei an zahlreichen offenen Shrimpasten, bot Einblicke in die lokale Küche. Die Shrimpaste von Hue findet auch Verwendung in der regionalen Spezialität Bun Bo Hue (Nudel-Rindfleischsuppe).




Nachtzug von Hue nach Hanoi
Von Hue setzten wir unsere Reise mit dem Nachtzug fort. Um 17:00 Uhr erreichte der Zug Hue, und wir konnten unsere Privatkabine beziehen. Nach einer Portion Reis und dem Verfassen unseres letzten Foodposts legten wir uns schlafen. Die holprige Fahrt und die ständigen Temperaturwechsel in der Kabine liessen uns nicht zur Ruhe kommen und der Schlaf war eher kurz. Bei der Ankunft in Hanoi erwartete uns ein Guide für den Transfer zur Ha Long Bay.

Ha Long Bay
Ha Long dient als Ausgangspunkt für eines der sieben Naturwunder der Welt, die gleichnamige Ha-Long-Bucht. Circa 2.000 bewachsene Kalksteinberge ragen aus dem Meer und bieten einen atemberaubenden Anblick. Wir bestiegen ein Boot und bezogen unser Zimmer für eine Nacht. Das Programm war straff organisiert. Nach einem Mittagessen erkundeten wir die Hang Sung Sot Höhle. Die ersten beiden Kammern waren wenig spektakulär, doch dann betraten wir die dritte Kammer – eine riesige Höhle im Gestein mit einzelnen Stalaktiten-Säulen. Leider war die Höhle überfüllt, und wir bewegten uns im Schneckentempo voran.

Danach erklommen wir den Ti Top Felsen und genossen den Ausblick auf die Ha-Long-Bucht. Die Nacht verlief ruhig, was unserem Schlafmangel entgegenkam. Am folgenden Tag besuchten wir die Bucht von Hung Luon, eingeklemmt zwischen hohen Kalksteinwänden. Mit einem Ruderboot und durch eine niedrige Höhle gelangten wir in diese Bucht, bevor es zurück nach Ha Long und von dort mit dem Auto weiter nach Hanoi ging.

Hanoi
Die letzten Tage unserer dreimonatigen Reise verbrachten wir in Hanoi. Vorbei am Regierungsgebäude flanierten wir neben stark bewaffneten Söldnern, vor dem Mausoleum von Ho Chi Minh mit Fotoverbot. In der Altstadt genossen wir eine Vorstellung des berühmten Wasserpuppentheaters, eine Unterhaltungsform, die in der Gegend besonders während der Regenzeit in den Bauerndörfern Tradition hat. Das Ethnologische Museum von Vietnam gewährte uns Einblicke in die Kulturen der verschiedenen Ethnien Vietnams und ihre architektonischen Stile. Am vorletzten Tag nahmen wir an einem Kaffee-Kurs teil, wo wir lernten, vietnamesischen Kaffee mit dem “Phin” zuzubereiten und verschiedene Variationen dieses Getränks kennenlernten.




Hanoi markiert das Ende unserer Reise. Nun kehren wir nach Hause zurück, und kommenden Montag beginnt die Eingewöhnung in unseren Alltag. Wir haben drei wundervolle Monate mit zahlreichen unvergesslichen Eindrücken erlebt. Dennoch freuen wir uns auch auf die saubere Schweizer Luft und den strukturierten Verkehr ohne ständiges Hupen. Wir hoffen, dass euch unsere Beiträge gefallen haben. In Zukunft werden wir je nachdem weitere Posts über unsere Reise hier veröffentlichen. Bis bald, Simon & Stefanie.
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