Ein gewaltiges Tief über dem Korallenmeer nordöstlich von Australien hat unsere Reise in den Norden leicht gebremst. Wie erwartet entwickelte sich das Tief zu einem Zyklon und traf nahe Townsville auf das Festland. Daher verbrachten wir während des Australia Day am 26. Januar zwei Nächte in Rockhampton, etwa 800 km südlich von Townsville. Nachdem der Zyklon die Küste passiert hatte, konnten wir unsere Reise nach Norden fortsetzen. Von Airlie Beach aus unternahmen wir eine Bootstour zur bekannten Whitsunday Island mit ihrem atemberaubenden Whitehaven Beach.
Australia Day in Rockhampton
Rockhampton war aufgrund des Zyklons eher ein Zwischenstopp als ein Reiseziel. Dennoch besuchten wir den Botanischen Garten und den kostenlosen Zoo, die seit Corona wahrscheinlich ein wenig zu kämpfen haben. Nach einem Einkaufsbummel im Einkaufszentrum liessen wir den Abend mit einem ebenso reiselustigen, Schweizer Paar in einem Pub ausklingen. Am nächsten Tag war der Australische Nationaltag. Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu einem Country-Konzert und dem Australian-Biotes Festival. Aufgrund der Werbung erwarteten wir eine grosse Bühne und einige Dutzend Foodtrucks zum Schlemmen. Unsere Erwartungen wurden mit fünf Foodständen und einer kleinen Bühne völlig enttäuscht, daher könnt ihr euch auch nicht auf weiteren Food-Content freuen. Dennoch verbrachten wir den Abend dort und warteten auf das Show-Highlight, Country-Girl Cassidy Rae. Nach den ersten beiden Songs der Möchtegern-Taylor Swift leerte sich die Location langsam.

Airlie Beach & Whitsunday Island
Airlie Beach ist der Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Whitsunday Islands und dem Great Barrier Reef. Das Dorf ist daher sehr touristisch und ein ideales Backpacker-Ziel. Das Baden im Meer ist ab hier und weiter nördlich leider aufgrund der extrem giftigen Würfelqualle nicht ratsam. Diese sind in der Sommerzeit weiterverbreitet und können innerhalb weniger Minuten nach dem Kontakt tödlich werden. Gerne hätten wir bei den 35°C und 90% Luftfeuchtigkeit und gefühlt höherem Schweissverlust als dem Ölverlust eines alten VW-Käfers mit Motorschaden ein Bad genommen.

Am Folgetag ging es für uns auf ein Boot, um Whitsunday Island anzusteuern. Dabei handelte es sich um ein Segelboot. Die Gruppe war mit sechszehn Leuten sehr angenehm und gut durchmischt. Auf halber Distanz konnten wir einen ersten Stopp einlegen und entlang eines Korallenriffs schnorcheln. Mit einem Quallenschutzanzug haben wir einige schöne Korallen und Fische erkundet. Leider war das Wasser aufgrund des Zyklons relativ trüb. Nach der Rückkehr auf das Boot fuhren wir weiter zum Whitehaven Beach.

Dies ist eine ausgedehnte Sandbucht mit strahlend weissem Sand, der über Jahrhunderte von den Wellen angespült wurde. Der Sand enthält sehr viel Silikat. Damit hätten wir unseren Schmuck sauber polieren können. Im Wasser tummelten sich neben ein paar Touristen auch mehrere Stachelrochen. Die Temperaturen auf der Insel waren sehr hoch und der Aufstieg zum “Lookout” schweisstreibend. Nach einer dreistündigen heissen Rückfahrt von Whitsunday Island nach Airlie Beach waren wir froh über die Abkühlung im Pool des Campings.



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